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Startseite News & Termine Creditreform News Lokale Nachrichten Die Firma Vitrulan hat keine Sorgen

Die Firma Vitrulan hat keine Sorgen

Von: Bruno Preißinger, Wirtschaft

Marktschorgast, 06.11.2008

Die Firma Vitrulan, seit 50 Jahren in Marktschorgast erfolgreich tätig, blickt bei der weltweit angespannten Wirtschaftslage positiv in die Zukunft. "Wir haben keine Sorgen", sagte geschäftsführender Gesellschafter Peter Cordts bei einem Pressegespräch.

Der Standort Oberfranken präsentiere sich jetzt als Tor zu den dynamisch wachsenden Märkten in Osteuropa und, zentral in der Mitte Deutschlands und Europas gelegen, als Drehkreuz für den internationalen Vertrieb, betonte Cordts. Das mittelständische Familienunternehmen hat nach den Worten des Geschäftsführers in den letzten 50 Jahren kontinuierlich in die Entwicklung neuer, innovativer Produkte, die Ausweitung der Produktion sowie in den weltweiten Vertrieb investiert.

Allein im vergangenen Jahrzehnt habe sich die Zahl der Beschäftigten von knapp 300 auf über 350 erhöht. 2007 und 2008 seien in Marktschorgast die Produktionskapazitäten für insgesamt 5,5 Millionen Euro um zwei neue Hallen erweitert worden, denn firmeneigenes Know-how, sei es über die Qualifizierung der Mitarbeiter oder die Entwicklung innovativer Produkte und Produktionsanlagen, werde bei Vitrulan groß geschrieben. „Dank unseres technischen Vorsprungs und der gleichbleibend hohen Qualität werden wir auch zukünftig gegen den internationalen Wettbewerb bestehen“, ist sich Peter Cordts sicher.

Vertrieb in 30 Länder

Die Glasdekogewebe, die in Marktschorgast vom Band laufen, sind funktionale und dekorative Wandbeläge, die wie Tapeten verwendet werden. Sie sind schwer entflammbar, hygienisch, stoßfest sowie wandarmierend und werden dank dieser technischen Eigenschaften vor allem im Objektbau eingesetzt. Die Vitrulan Textilglas GmbH vertreibt ihre Produkte in 30 Ländern weltweit und erwirtschaftet mit ihren rund 220 Mitarbeitern am Standort Marktschorgast mehr als 60 Millionen Euro. Dabei gehen mehr als 60 Prozent auf den Export zurück.

Seit 1958 am Standort Marktschorgast mit der Produktion hoch spezialisierter technischer Produkte auf der Basis von Glasfasern erfolgreich, investierte Vitrulan 1992 in den Kauf und Ausbau des Zweigwerks in Haselbach. „Mit Investitionen mit einer Gesamtsumme von 28 Millionen Euro hat sich das Werk Haselbach seit der Übernahme von der Treuhand Anfang der Neunziger zu einem leistungsfähigen Vorlieferanten von Glasstapelfaserprodukten entwickelt“, berichtete Cordts. Nach Stilllegung der unrentablen Glasschmelzwanne sei 1997 in ein neues Gebäude mit aufwendigem Spinnkeller und in eigens entwickelte, hochmoderne Spinnmaschinen investiert worden, die heute den Stapelfaserbedarf für die Marktschorgaster Fertigung zu hundert Prozent abdeckten.

Der Geschäftsführer informierte auch darüber, dass rückwirkend zum 1. Januar Anfang dieser Woche die Abspaltung des Haselbacher Zweigwerks zu einer rechtlich eigenständigen Gesellschaft, der Vitrulan Technical Textiles GmbH, vollzogen wurde. Beide Unternehmen verblieben unter dem Dach der Holdinggesellschaft Vitrulan International GmbH und könnten sich im Zuge dieser Firmentrennung gezielter auf die marktspezifische Geschäftsentwicklung der Produktgruppen – Glasdekogewebe am Standort Marktschorgast einerseits, Armierungsgewebe und technische Gewebe in Haselbach andererseits – konzentrieren. Im thüringischen Haselbach seien rund 120 Mitarbeiter beschäftigt. Als weiteren Schritt in die Unabhängigkeit von Rohstoff-Lieferanten nannte Cordts die im September 2002 unterzeichnete Beteiligung von 34 Prozent am Glasfaserwerk Valmiera Stikla Skiedra in Lettland.

Dass Vitrulan als Markenname trotz dieses Erfolgs in der deutschen Öffentlichkeit nicht so bekannt ist, hat nach seiner Aussage seinen Grund darin, dass Vitrulan seine Produkte ausschließlich über die Farben- und Lackindustrie an Malerbetriebe verkauft.

Quelle: www.infranken.de



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