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Italienische Besteckfirma will Rosenthal kaufen

Der insolvente Porzellanhersteller Rosenthal soll einem Zeitungsbericht zufolge möglicherweise in italienische Hände kommen

Selb, 15.01.2009

Die Gruppe Sambonet Paderno Industrie verhandele über einen Kauf des deutschen Herstellers, schreibt die "Financial Times Deutschland" (Donnerstagsausgabe) unter Berufung auf Branchenkreise. Das Selber Unternehmen wollte dazu am Mittwochabend keine Stellungnahme abgeben. Die Verhandlungen seien vertraulich.

Sambonet ist nach Angaben der Zeitung ein führender Anbieter von hochwertigem Besteck sowie Schüsseln und Töpfen aus Edelstahl. Im Porzellansegment ist Sambonet bisher nicht vertreten. Seit 1997 gehöre zur Paderno-Gruppe, einem Anbieter hochwertiger Restaurant- Kochtöpfe. Der Umsatz 2008 lag bei etwa 65 Millionen Euro, das Unternehmen zählt rund 250 Beschäftigte. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen betrug 10,8 Millionen Euro.

Geschäftsbetrieb läuft weiter
Die irische Rosenthal-Mutter Waterford Wegdwood hatte in der vergangenen Woche Insolvenz angemeldet. Vier Tage später folgte der Insolvenzantrag von Rosenthal. Trotzdem läuft der Geschäftsbetrieb weiter. Vorstandschef Ottmar Küsel und der vorläufige Insolvenzverwalter Volker Böhm hatten am Montag erklärt, sie hofften auf einen baldigen Abschluss mit dem Investor. Ein Name wurde nicht genannt.

Nach Küsels Angaben hat der Investor aber schon zugesagt, dass über die bereits laufenden Restrukturierungsmaßnahmen hinaus keine weiteren Arbeitsplätze abgebaut werden. Nach Abschluss sollen bei Rosenthal weltweit noch 1350 Menschen beschäftigt werden, davon etwa die Hälfte in den Werken in Selb und Speichersdorf (Landkreis Bayreuth).

Quelle: Nordbayerischer Kurier



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