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Klinikum bleibt schuldenfrei
Klinikum bleibt schuldenfrei
Haushalt mit einem Volumen von rund 86,7 Millionen Euro verabschiedet
Kulmbach, 24.04.2008
Ein beeindruckendes Zahlenwerk steckt hinter dem Haushaltsplan 2008 des Klinikums Kulmbach, der am Montag einstimmig von der Verbandsversammlung verabschiedet worden ist. Rund 86,7 Millionen Euro umfasst das Haushaltsvolumen des mit rund 1000 Mitarbeitern größten Arbeitgebers im Landkreis Kulmbach.
Trotz zahlreicher millionenschwerer Investitionen in den vergangenen Jahren und weiterer anstehender Baumaßnahmen ist das Klinikum Kulmbach schuldenfrei und wird es auch im laufenden Haushaltsjahr bleiben. Geschäftsführer Herbert Schmidt informierte die Verbandsversammlung, dass das Klinikum Kulmbach trotz äußerst schwieriger Rahmenbedingungen nach wie vor zu den wirtschaftlichsten Schwerpunktkrankenhäusern in ganz Bayern zähle.
Acht Millionen Euro mehr als im Vorjahr hat das Klinikum Kulmbach 2008 im Haushaltsplan stehen. Geschäftsführer Schmidt konnte von Veränderungen bei den Erlösen berichten, die in erster Linie auf den starken Anstieg der Patientenzahlen zurückzuführen seien. Gleichzeitig gab es aber auch höhere Kosten; unter anderem für mehr Personal, Tariferhöhungen und auch gestiegene Sachkosten.
Mit den Krankenkassen wurde für 2008 ein Budget von mehr als 49 Millionen Euro vereinbart, von dem aufgrund von Verrechnungssätzen rund 45,5 Millionen Euro tatsächlich zur Verfügung stehen. Als erfreulich ist zu werten, dass aufgrund der positiven Entwicklung bei den Patientenzahlen von den Kassen auch eine Leistungssteigerung anerkannt wurde, die Kosten für die neuen Planstellen und auch die Tariferhöhungen weitgehend kompensieren.
773,5 Planstellen gibt es derzeit am Klinikum Kulmbach; 42,75 mehr als im Vorjahr. Für die rund 1000 Beschäftigten fallen Personalkosten in Höhe von rund 41,4 Millionen Euro an (plus 3,7 Millionen gegenüber 2007). Das ist der größte Ausgabenposten. Knapp elf Millionen werden für medizinischen Sachbedarf aufgewendet. Auch hier sind die Ausgaben um mehr als zwei Millionen Euro gestiegen.
Das Klinikum Kulmbach steht ohne Schulden da und verfügt über ein Anlagevermögen einschließlich Fachklinikum und Wohnbereich von knapp 81 Millionen Euro nach Abschreibung. Das Eigenkapital beträgt nach Aussagen des Geschäftsführers 35 Prozent. Die Verbandsmitglieder Stadt und Landkreis Kulmbach brauchen auch in diesem Jahr keine finanziellen Mittel für ihr Klinikum aufzuwenden. Herbert Schmidt: „Das ist nicht die Regel in öffentlichen Kliniken, da alleine in Oberfranken einige Häuser bereits Sanierungstarifverträge mit den Gewerkschaften abschließen mussten, um ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können.“
mb
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