|
Startseite
News & Termine
Creditreform News
Lokale Nachrichten
Kulmbacher Brauer sind "kampfbereit"
Kulmbacher Brauer sind "kampfbereit"
In der nächsten Woche drohen im bayerischen Braugewerbe Warnstreiks
München / Kulmbach, 16.02.2009
Nachdem die Tarifverhandlungen für das bayerische Braugewerbe am Freitag in München ergebnislos beendet worden sind, will die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) jetzt die Muskeln spielen lassen und kündigt Warnstreiks an. Auch bei der Kulmbacher Brauerei sind Arbeitskampfmaßnahmen geplant. "Da wird wohl was kommen. Die Kollegen sind kampfbereit", betont Betriebsratsvorsitzender Hans-Georg Prehmus, der als Vertreter für den Bezirk Oberfranken an den Verhandlungen in Ismaning teilgenommen hat.
Laut NGG brachte die zweite Verhandlungsrunde für die zirka 10 000 Beschäftigten im bayerischen Braugewerbe kein Ergebnis. Die Tarifparteien trennten sich, ohne einen weiteren Termin festzulegen.
Das Arbeitgeberangebot betrachtet die NGG als völlig unzureichend. "Drei Leermonate mit einer anschließenden Erhöhung von zwei Prozent für acht Monate, verbunden mit einer Einmalzahlung von 70 Euro, sind eine Kampfansage. Wer glaubt, die Arbeitnehmer, die in den letzten Jahren Reallohnverluste hinnehmen mussten, mit einem Bagatellangebot im Gesamtvolumen von 1,7 Prozent abspeisen zu können, zündelt vorsätzlich an der Lunte und fordert Warnstreiks heraus", meint der NGG-Landesbezirksvorsitzende Hans Hartl.
Angebot ist respektlos
Nach Ansicht der Arbeitnehmervertreter ist das Arbeitgeberangebot respektlos und würdigt in keiner Weise die herausragende Einsatzbereitschaft der Belegschaften. "Die Quittung werden die Brauherren in Kürze durch Warnstreiks präsentiert bekomme"“, so Hartl.
Auch sein Kulmbacher Kollege hat kein Verständnis dafür, "dass sich die Brauereien mit einer Preiserhöhung von drei bis fünf Prozent selbst die Taschen voll machen, ihren Arbeitnehmern aber keine angemessene Entgelterhöhung zugestehen". Er will die Beschäftigten am Montag über die Einzelheiten informieren. Die Stimmung in der Belegschaft sei "kämpferisch". Prehmus: "Die Leute sagen, veräppeln können wir uns selber".
Die NGG hat den Tarifvertrag zum 31. Dezember gekündigt und fordert eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um sechs Prozent sowie eine Übernahme der Auszubildenden für zwölf Monate.
Quelle: in-franken
|