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Großer Tag für die große KSB-Familie

von Stefan Brand, Nordbayerischer Kurier

Pegnitz, 03.11.2008

Sechs Millionen Euro hat sie gekostet, 3.500 Quadratmeter umfasst sie, 45 Mitarbeiter sollen hier hochwertige Produkte fertigen: Das Unternehmen KSB weihte am Freitag seine neue Armaturenfertigung in Pegnitz ein, unter deren Dach auch ein Kompetenzzentrum für Schweißtechnik angesiedelt ist. Im Mittelpunkt der Feierstunde: ein klares Bekenntnis zu den deutschen Standorten – und ein ob seiner aufgedrehten Ansprache mit tosendem Applaus bedachter Bürgermeister Manfred Thümmler.

Der Begriff "groß" fand wiederholt Verwendung an diesem Tag. Thümmler würdigte einen "ganz großen Tag" für KSB wie für Pegnitz. Würdigte die Unternehmensphilosophie der "schon immer großen KSB-Familie", die stets nach dem von ihm selbst so geschätzten Grundsatz gehandelt habe, "konservativ zu finanzieren und aktiv zu investieren". KSB schaffe Impulse in und für Pegnitz, dies zeige sich auch daran, dass sich KSBler immer wieder an die Spitze von Projekten oder Vereinen im gesellschaftlichen Leben der Stadt setzten.

Pflöcke einrammen

An die Adresse von Vorstandsmitglied Dr. Peter Buthmann meinte Thümmler schließlich: "Wir werden gemeinsam noch weitere Pflöcke einrammen." Auch zum Wohle des Arbeitsmarktes in der Stadt, deren Erwerbslosenquote wie berichtet im Oktober mit 3,2 Prozent unter dem sowieso schon sehr guten bayerischen Durchschnitt lag. Dafür erntete der Bürgermeister frenetischen Beifall und Jubelrufe in der neuen Halle G08. Buthmann selbst hatte zuvor mit fast schon philosophisch anmutendem Unterton bilanziert, was sich am KSB-Standort Pegnitz binnen 232 Tagen seit der Grundsteinlegung zum Guten entwickelt habe. Blicke man jedoch über den KSB-Zaun hinaus, so verändere sich weltweit auch vieles zum Schlechten, Stichwort Finanzkrise. Unternehmen, die von Krediten abhängig seien, um Investitionen zu tätigen, könnten angesichts der Bankenflaute in Schieflage geraten.

Nicht so KSB. Weil man in der 137-jährigen Firmengeschichte immer nach dem Prinzip der Risikominimierung gehandelt habe, weil man nie jeder Finanzblase hinterhergelaufen sei, weil man nie um jeden Preis wachsen wollte, während so mancher Mitbewerber "alles gekauft hat, was ihm vor die Flinte lief, oft mit Hilfe von Krediten". Das Unternehmen behalte langfristige Ziele im Auge, um am Ende einer Konjunkturdelle "Gewehr bei Fuß zu stehen". Daher mache es sehr wohl Sinn, zum jetzigen Zeitpunkt auch in Deutschland zu investieren. Und zwar gerade im Armaturenbereich. "Denn", so Buthmann, "wir setzen auf eine breite Produktpalette, denn Komplexität ist kein Teufelszeug."

So habe man die Chance, eine schwache Auftragslage im einen Sektor durch ein Plus in anderen Segmenten kompensieren zu können. Andreas Haupenthal, Werkleiter für den Armaturenbereich in Pegnitz, erinnerte in seinen Reminiszenzen an die lange Firmenhistorie vor allem an "sein" Metier: Von Anfang an hätten in Frankenthal wie auch in Pegnitz die Armaturen eine wesentliche Rolle gespielt.

Jetzt werde dieser Bereich neu strukturiert und damit ein jahrzehntelanger Traum verwirklicht. Die neue Halle nahe dem Werkseingang am Waidmannsbach stelle einen Meilenstein für die Schweißtechnik und die großmechanische Armaturenfertigung dar. Der Neubau betone zum einen, welch führende Rolle die Armaturenfertigung in Pegnitz in technologischer Hinsicht einnehme, sie dokumentiere auch die Bedeutung von Arbeitssicherheit und Umweltschutz in der KSB-Denke. So liege die Staubemission durch eine hochmoderne Filteranlage weit unterhalb der Grenzwerte – und trotz Dreischichtbetrieb könnten die Nachbarn ruhig schlafen. Nicht zuletzt würden beim Energieaufwand für die Heizung 40 Prozent eingespart.

Dank für Engagement

Immer mehr nach oben geschraubt werden auch bei den Armaturen die angepeilten Umsatzzahlen. Doch könne man diesen Ansprüchen mehr als nur gerecht werden, betonte Haupenthal, der – wie auch Peter Buthmann – seinen Mitarbeitern ein dickes Dankeschön für ihr Engagement zollte. Waren bei Planungsbeginn für die neue Halle zunächst 52 Millionen Euro an Umsatz für das Jahr 2012 avisiert, so dürfte man inzwischen schon 2009 bei 66 Millionen Euro angelangt sein.

Die hochkarätig besetzte Liste der Ehrengäste dokumentiert die Dimension der KSB-Investition, die immerhin 50 Prozent der insgesamt zwölf Millionen Euro ausmacht, die das Unternehmen in Pegnitz ausgibt. Der Einweihung wohnten neben vielen Ehemaligen KSBlern auch mehrere Vertreter des Aufsichtsrats vom Vorsitzenden Dr. Hans-Joachim Jacob über Ludwig Udo Kontz bis zu Klaus Kühborth bei.

Für die musikalische Untermalung sorgte mit Bläserklängen auf hohem Niveau das KSB-Werksorchester.

Quelle: Nordbayerischer Kurier



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