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Kulmbacher Brauerei rechnet weiter mit Flaute auf Biermarkt
Kulmbacher Brauerei rechnet weiter mit Flaute auf Biermarkt
Vor allem die sächsischen Marken haben mit erheblichem Preisdruck zu kämpfen
Kulmbach, 20.05.2010
Trotz leichter Konjunkturerholung rechnet die Kulmbacher Brauerei vorerst nicht mit einer Belebung des Biermarkts. Die Verbraucher hielten sich beim Konsum weiter zurück und legten ihr Geld lieber auf die hohe Kante, berichtete der Vorstand am Mittwoch auf der Hauptversammlung des Unternehmens in Kulmbach. In den ersten Monaten dieses Jahres habe sich die Lage auf dem Biermarkt nicht verbessert.
Es sei davon auszugehen, dass der Verbraucher weiter zu Billiggetränken und Discountmarken greife. Die Kulmbacher Brauerei hofft dennoch, ihre Ertragssituation zu verbessern. Das Unternehmen wolle an das positive Unternehmensergebnis von 2009 anknüpfen, betonte der Vorstand vor den Aktionären.
Im vergangenen Jahr hatte die Kulmbacher Brauerei nach hohen Verlusten im Jahr 2008 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Konzernüberschuss lag bei 1,9 Millionen Euro; im Jahr davor hatte das Unternehmen noch einen konzernweiten Verlust von 11,3 Millionen Euro hinnehmen müssen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag 2009 bei 4,6 Millionen Euro, obwohl der Umsatz mit 217,2 Millionen Euro um 2,4 Prozent abrutschte.
Ein Grund dafür seien veränderte Trinkgewohnheiten und ein starker Wettbewerb, die 2009 zu einem Rückgang des Bierabsatzes um 3,3 Prozent auf 2,3 Millionen Hektoliter geführt hatten. Die Bier- Eigenmarken Mönchshof und Kapuziner verkauften sich zwar gut und erzielten Zuwächse. Dagegen hatten auf dem ostdeutschen Biermarkt die sächsischen Marken Sternquell und Braustolz mit erheblichem Preisdruck zu kämpfen und verzeichneten Rückgänge, wie die Unternehmensleitung berichtete.
Quelle: Nordbayerischer Kurier
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