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Raps investiert 45 Millionen Euro
Raps investiert 45 Millionen Euro
Kulmbach, 16.07.2009
45 Millionen Euro will der Kulmbacher Gewürzhersteller Raps in den kommenden fünf bis sieben Jahren an seinem Hauptstandort investieren. Allein sieben Millionen werden ab dem kommenden Jahr in ein neues Technikum fließen, das auf dem Grundstück entstehen soll, auf dem derzeit noch die markanten Edelstahl-Silos ihren Platz haben.
Raps, so die Geschäftsführer Frank Kühne und Kilian Krieger, positioniere sich derzeit neu: "Wir werden künftig nicht mehr einfach nur Gewürze mischen, sondern der Industrie Lösungen für ihre Fragestellungen anbieten." Bei der Firma Raps habe sich viel getan im vergangenen Jahr, so geschäftsführender Gesellschafter Kühne: "Wir haben über die Positionierung des Unternehmens sehr intensiv nachgedacht." Das Altgeschäft von Raps würde sich, so Kühne, dauerhaft nicht als tragfähig erweisen. Der Kulmbacher Gewürzhersteller habe früher rund 40 000 Metzger beliefert – nun seien es nur noch rund 14 000. Nicht, weil sich die Metzger andere Lieferanten gesucht hätten, sondern weil es ihre Metzgereien nicht mehr gebe.
Raps setzt für die Zukunft auf Produktionsprozesse und -verfahren. So sollen allein in den kommenden drei Jahren fünf Millionen Euro in die Produktentwicklung gesteckt werden. Vier Millionen Euro kommen für eine allergenfreie Produktion hinzu. Neue Energieanlagen für die Produktion kosten drei Millionen Euro. Viele andere, kleinere Investitionen summieren sich auf weitere 5,3 Millionen. Ein Kraftakt ist auch die Einführung einer neuen EDV-Basis: Allein dafür sind neun Millionen Euro veranschlagt. Die ausgegründete Logistikabteilung, die jetzt unter dem Namen "LogSpice" firmiert, wird ebenfalls mit 2,7 Millionen fit für die Zukunft gemacht.
Die Produktentwicklung, die als Schlüsselfaktor für die weitere Entwicklung bei Raps angesehen wird, soll künftig in einem ganz neuen Gebäude arbeiten, das entlang der E.-C.-Baumann-Straße errichtet werden soll. Die bisherigen Räumlichkeiten entsprächen nicht mehr den heutigen Anforderungen, so Krieger.
Gute Nachrichten gibt es von der Arbeitsplatzsituation bei Raps: Mehr als 75 zusätzliche Stellen wurden in den vergangenen sechs Monaten neu geschaffen. Kühne: "Das alles beweist, dass wir auf den Standort Kulmbach setzen und hier auch bleiben werden."
Quelle: Nordbayerischer Kurier
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