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Rosenthal-Verkauf an Italiener wackelt offenbar

Selb / Speichersdorf, 21.05.2009

Der geplante Verkauf des insolventen Porzellanherstellers Rosenthal an den italienischen Kochgeschirr- und Besteckhersteller Sambonet Paderno wackelt offenbar. Grund ist der hohe Zeitdruck, unter dem die Verhandlungen stehen.

Wie aus gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war, besteht nur noch bis Ende Mai ein Stillhalte-Abkommen mit der Bank of America, an die die Rosenthal-Markenrechte verpfändet sind. Die Gefahr besteht, dass die Bank die Rechte sonst anderweitig verwertet.

Insolvenzverwalter Volker Böhm hatte sich seit der im Januar angemeldeten Insolvenz des traditionsreichen Porzellanherstellers stets zuversichtlich gezeigt, noch im Frühjahr einen neuen Eigentümer für Rosenthal zu finden. Im April hatte er erklärt, die Verhandlungen mit Sambonet hätten "ein fortgeschrittenes Stadium erreicht, werden aber noch einige Wochen in Anspruch nehmen, da noch einige Detailfragen verhandelt werden müssen".

Ein Sprecher von Böhm sagte gestern im Gespräch mit dieser Zeitung, dass "weiter verhandelt wird, inklusive der italienischen Interessenten". Insgesamt werde mit vier möglichen Käufern gesprochen. Derzeit gebe es keine Anhaltspunkte, dass die Italiener "nicht mehr im Rennen" seien. Den Verlauf der Gespräche wolle er aber weiter nicht kommentieren, so der Pressesprecher. Nach Auskunft des Speichersdorfer Bürgermeisters Manfred Porsch, in dessen Gemeinde das Werk Thomas am Kulm angesiedelt ist, hat der Insolvenzverwalter versichert, eine Lösung noch im ersten Halbjahr des Jahres anzustreben.

Quelle: Nordbayerischer Kurier



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