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Kulmbacher Brauerei schreibt 11,3 Millionen Verlust
Kulmbacher Brauerei schreibt 11,3 Millionen Verlust
Für das Geschäftsjahr 2008 kann keine Dividende ausgezahlt werden
Kulmbach, 29.04.2009
11,3 Millionen Euro Verlust schreibt die Kulmbacher Brauerei. Das offenbart der Geschäftsbericht, der nun vorliegt. Im Vorjahr gab es noch ein kleines Plus von 100.000 Euro.
Begründet wird der Verlust mit einer weiteren Abschreibung auf die Würzburger Hofbräu Gruppe. Man habe, so erläuterte Hans P. van Zon, Vorstand Finanzen der Kulmbacher Brauerei, die Marke und den technischen Zustand der Würzburger Hofbräu zu optimistisch eingeschätzt. Wäre die Abschreibung nicht, würde die Kulmbacher Gruppe ein Plus von 4,6 Millionen Euro verzeichnen.
Negativ machten sich jedoch auch die deutlich gestiegene Energie- und Rohstoffkosten und der Wettbewerbsdruck bemerkbar.
Der Unternehmensverbund verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Getränkeabsatz in Höhe von 3,5 Millionen Hektoliter (Vorjahr: 3,6 Millionen Hektoliter). Positiv stellte sich die Absatz-Entwicklung der Bier-Eigenmarken der Kulmbacher Gruppe mit 2,7 Prozent Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr dar. Die Konzernumsatzerlöse belaufen sich auf 222,5 Millionen Euro (Vorjahr: 223,4 Millionen Euro).
Die Umsatzerlöse der Kulmbacher Gruppe lagen mit 222,5 Millionen Euro um 0,5 Prozent unter dem Vorjahreswert von 223,4 Euro.
Aufgrund des Bilanzverlusts kann für das Geschäftsjahr 2008 keine Dividende ausgezahlt werden. Im Vorjahr betrug die Dividende elf Cent pro Aktie.
Hans P. van Zon hat sein Mandat im Aufsichtsrat der Kulmbacher Brauerei AG niedergelegt. Er bleibt Vorstand Finanzen der Kulmbacher Brauerei AG. Dr. Klaus N. Naeve, Vorsitzender des Vorstands der Schörghuber Unternehmensgruppe, München, ist in den Aufsichtsrat gerückt.
Vor dem gesamtwirtschaftlichen Hintergrund werde sich die Lage auf dem deutschen Biermarkt im Geschäftsjahr 2009 drastisch verschärfen, fürchten die Verantwortlichen der Kulmbacher Brauerei. Wirtschaftskrise und damit einhergehende Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit könnte sich in einem sinkenden Bierabsatz niederschlagen, prognostiziert van Zon vor allem mit Blick auf die Gastronomie. Die Verbraucher werden wohl verstärkt zu Billigbier greifen.
Um diesen Trends entgegenzuwirken, setzt die Kulmbacher Brauerei auf starke Marken, will für diese auch die Preise erhöhen.
Quelle: Nordbayerischer Kurier
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