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Insolvenzverfahren über Rosenthal eröffnet
Insolvenzverfahren über Rosenthal eröffnet
Geschäftsbetrieb wird unverändert fortgeführt
Hof / Selb, 02.04.2009
Das Amtsgericht Hof hat am Mittwoch das Insolvenzverfahren über die Rosenthal AG in Selb eröffnet. Der weltweit bekannte Porzellanhersteller war zahlungsunfähig geworden, nachdem der Mehrheitsaktionär Waterford Wedgwood Anfang Januar einen Insolvenzantrag gestellt hatte.
Der Geschäftsbetrieb wird nach Angaben von Insolvenzverwalter Volker Böhm unverändert fortgeführt. Die Restrukturierung werde weiter zügig vorangetrieben, teilte Böhm am Mittwoch mit.
Im vergangenen Jahr hatte Rosenthal bei einem Umsatz von 162,6 Millionen Euro einen Verlust von 23 Millionen Euro zu verkraften. Im Zuge eines Restrukturierungsprogramms wurden rund 300 Arbeitsplätze abgebaut. Parallel dazu investierte der Porzellanhersteller mehr als 30 Millionen Euro in die Automatisierung der Produktion. Rosenthal verfügt damit nach Angaben von Insolvenzverwalter Volker Böhm in Speichersdorf über ein modernes, wettbewerbsfähiges Werk.
Vor zwei Wochen kündigte Böhm den Abbau weiterer 300 der zuletzt noch 1.200 Arbeitsplätze im Inland an. Um die Voraussetzungen für die geplante Übernahme durch den italienischen Besteck- und Töpfehersteller Sambonet, aber auch ein mögliches eigenständiges Überleben zu sichern, sollen die Produktion weiter verschlankt und die Abläufe in der Fertigung verbessert werden.
Rosenthal werde sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren, betonte Böhm. Eine Verlagerung der Produktion ins Ausland sei nicht vorgesehen.
Quelle: Nordbayerischer Kurier
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